Marphili-Simulation

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Im Jahr 2030 bricht eine neuartige Virus-Erkrankung in Südostasien aus. Die Symptome sind grippeähnlich mit Fieber, Husten sowie Muskel- und Gliederschmerzen. Es kommen auch schwere Verläufe mit Lungenentzündungen vor, die in ein akutes respiratorisches Syndrom und schließlich einem Multiorganversagen münden. Zum Zeitpunkt der Simulation sind etwa 1400 diagnostizierte Fälle bekannt, knapp 1000 Patienten sind verstorben, was einer Letalität von 70 % entspricht. Wegen der hohen Letalität wird der Ausbruch auch in der deutschen Öffentlichkeit sehr aufmerksam verfolgt und macht in der Presse Schlagzeilen wie “Neues Supervirus aus Asien”. Somit wächst in Deutschland die Unsicherheit in der Bevölkerung bezüglich der potenziellen Gefahr einer Epidemie mit dem neuen Marphili-Virus. Aktuellen Anlass zur Sorge zum Zeitpunkt der Simulation bietet eine vierköpfige Familie, die nach sechsmonatigem Aufenthalt auf den Philippinen am Frankfurter Flughafen gelandet ist. Der Vater zeigt grippeähnliche Symptome und sein gesundheitlicher Zustand hat sich während des Fluges erheblich verschlechtert. Die betroffene Familie wird auf der Sonderisolierstation in Frankfurt in Quarantäne genommen und der Vater ist in Behandlung. Blutproben der Familienmitglieder werden zur Diagnostik an das Institut für Virologie in Marburg gesendet, um die Frage zu klären, ob die Familie tatsächlich an dem Marphili-Virus erkrankt ist und damit das neue Virus Deutschland erreicht hat. Dies ist der Zeitpunkt an dem die Marphili-Simulation startet. In der Simulation sollen die Patientenproben untersucht werden, um zu ermitteln, ob und welche Familienmitglieder akut mit dem Marphili-Virus infiziert sind (Virusnachweis) oder möglicherweise schon auf den Philippinen eine Infektion überstanden haben (serologische Untersuchungen). Weiterhin werden Substanzen oder Methoden getestet, die das Marphili-Virus inaktivieren könnten. Als Abschluss der Simulation werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Pressekonferenz geben, bei der die Ergebnisse der Virusdiagnostik verkündet werden und die Öffentlichkeit informiert wird. Die Pressekonferenz findet in Anwesenheit von Vertretern der lokalen Presse statt.

It is 2030 and a disease caused by a new virus breaks out in Southeast Asia. There are flu-like symptoms such as high fever, cough, limps and muscle pain, sometimes accompanied by severe pneumonia, followed by an acute respiratory syndrome and ending in multiorgan dysfunction. At the time of the simulation about 1400 cases are diagnosed. Nearly 1000 patients have died of the disease, corresponding to a lethality rate of 70%. The outbreak hits the headline: ‚New super virus from Asia‘, attracting the attention of German public. The uncertainty concerning an epidemic of the new Marphili-virus grows among the population. At the time of the simulation, a family of four is a current cause for concern. They have just landed in Frankfurt after a six-month stay in the Philippines. The father has flu-like symptoms and his health deteriorated rapidly during the flight. The family is admitted to the isolation ward and kept in quarantine. The father obtains medical treatment. Blood samples from the family are sent to the diagnostic department of the Institute of Virology in Marburg to clarify whether the family is infected with the Marphili-virus and if the new virus has reached Germany. This is the starting point of the Marphili-Simulation. During this project the blood samples are to be examined to find out which members of the family are infected (virus detection) with the Marphili-virus or who has probably defeated an infection (serological testing) in the Philippines. Furthermore, substances or methods that could inactivate the Marphili-virus are to be tested. At the end of the simulation the participants will give a press conference to inform the public and to provide the results of the virus diagnostics. The press conference will take place in attendance of representatives of the local press.